
Vor 85 Jahren, am 22. Juni 1941, begann der brutale, unprovozierte und völkerrechtswidrige Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion. An jenem Tag begann das so genannte Unternehmen Barbarossa, angelegt und durchgeführt als Vernichtungskrieg der deutschen Nazis und ihrer deutschen Mitläufer und europäischen Kollaborateure gegen Slawen und Juden im Osten Europas. Es ging um „Lebensraum“, aber nur für so genannte Arier. Bereits bis zum Endes des Jahres 1941 hat die deutsche Kriegsmaschinerie sechs Millionen Menschenleben in Weißrussland, Russland und der Ukraine ausgelöscht.
An jenem 22. Juni 1941 soll mein Großvater mütterlicherseits gesagt haben, dass Deutschland den Krieg nun nicht mehr gewinnen könne. Er hat recht behalten, denn über 75 Prozent der militärischen Verluste der Wehrmacht und der Verbündeten Nazideutschlands entstanden an der Ostfront, errungen durch die Rote Armee. Nach insgesamt 1418 Tagen und 27 Millionen getöteten Menschen der Sowjetunion und sechs Millionen ermordetet Juden war der verbrecherische Vernichtungskrieg der Nazis beendet – und Deutschland und andere Länder Europas vom Faschismus befreit. Wenn Friedrich Merz wüsste, wie Recht er hat mit seiner ahnungslosen Äußerung beim G7-Gipfel am 16. Juni 2026: „Russland war immer gut in der Defensive und Angriffe abzuwehren, aber ist in seiner Geschichte nie sehr erfolgreich gewesen, Angriffskriege zu führen.“ Der deutsche Kanzler, weit entfernt von einem im In- und Ausland respektierten Staatsmann, erliegt der eigenen Propaganda des Westens und versteht nicht, dass Russland seine Intervention in der Ukraine nicht als Angriffskrieg sieht, sondern als Abwehrkampf.
Das Berliner Kino → Babylon hat den 85. Jahrestag des dunkelsten Tages der Menschheitsgeschichte zum Anlass genommen, vom 21. bis 24. Juni 2026 eine Reihe von Nachkriegsfilmen aufzuführen, die dem Großen Vaterländischen Krieg gewidmet sind, wie die Niederringung der nazistischen Angreifer des Zweiten Weltkrieges in Russland noch heute benannt wird. Gezeigt werden (in alphabetischer Reihenfolge der Titel in deutscher Sprache): Der Aufstieg; Die Ballade vom Soldaten; Die Kraniche ziehen; Ein Menschenschicksal; Ich war neunzehn; Iwans Kindheit; Komm und sieh.
Einer dieser sieben Filme, Ich war neunzehn, ist eine DEFA-Produktion und nicht bei Youtube frei zugänglich, aber mit alternativen Quellen recherchierbar. Die anderen sechs Filme sind bei →Mosfilm auf Youtube zu sehen, dies in russischer Originalsprache mit englischen Untertiteln (es lassen sich bei Youtube auch deutsche Untertitel einstellen). Hier die Links zu den einzelnen Filmen (in historischer Reihenfolge):
- Die Kraniche ziehen (UdSSR 1957) → bei Mosfilm auf Youtube
- Die Ballade vom Soldaten (UdSSR 1959) → bei Mosfilm auf Youtube
- Ein Menschenschicksal (UdSSR 1959) → bei Mosfilm auf Youtube
- Iwans Kindheit (UdSSR 1962) → bei Mosfilm auf Youtube
- Ich war neunzehn (DDR 1967) → bei Yandex
- Der Aufstieg (UdSSR 1977) → bei Mosfilm auf Youtube
- Komm und sieh (UdSSR 1985) → bei Mosfilm auf Youtube
Ebenfalls aus Anlass des 85. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion ist → Patrik Baab nach Wolgograd gereist und hat unter anderem die dortige → Gedenkstätte auf dem Mamaja-Hügel besucht. Seine gut zwanzigminütige Dokumentation Stalingrad heute: Eine Stadt zwischen zwei Kriegen geht der Frage nach, wie sich aktuelle deutsche Politik zum damaligen deutschen Vernichtungskrieg gegen Slawen und Juden verhält.